links - rechts - oben - unten ▪ 12. - 14. Juni 2020 ▪ Nürnberg

Gelinkte Jugend –
Generationenkonflikte in der Klimakrise

Gelinkte Jugend - Generationenkonflikte in der Klimakrise
13. Juni 2020
10:00 - 11:15
Podiumsgespräch
großer Saal
Kulturwerkstatt auf AEG
Foto: Goran Horvat

Gelinkte Jugend –
Generationenkonflikte in der Klimakrise

Podiumsgespräch

„So lange du die Füße unter meinen Tisch stellst…“ – Kinder und Jugendliche sind von der Erwachsenengeneration abhängig und auch politisch in ihrer Mitbestimmung eingeschränkt. Seit Fridays For Future zu einer globalen Bewegung geworden ist, werden sie immerhin gehört, wenn es um den Erhalt ihrer Lebensgrundlagen geht. Doch auch für Angehörige der älteren Generation sind die Klimaveränderungen schon jetzt lebensbedrohlich: Laut Robert Koch-Institut fielen im vergangenen Sommer allein in Berlin knapp 500 vornehmlich ältere Menschen der Hitze zum Opfer. Gleichzeitig müssen sich konsumfreudige Best Agers mitunter dem Vorwurf stellen, eine „Umweltsau“ zu sein. Erwerbstätige Menschen in der Mitte des Lebens fürchten Arbeitsplatzverluste in der Industrie, wenn Konzerne z.B. aufgrund von CO2-Bepreisung um ihre Wettbewerbsfähigkeit bangen – als Berufspendler*innen, die ein Auto nutzen (müssen), geraten sie sowieso ins Kreuzfeuer der Vorwurfskultur. Zwar gibt es auch solidarische Bewegungen wie Parents und Grandparents For Future, aber insgesamt beherrscht die Aufspaltung der Gesellschaft in scheinbar konkurrierende Altersschichten die Debatten.

Welcher Veränderungen in unserem Wirtschafts- und Sozialsystem bedarf es, um dem Klimawandel intergenerationell gerecht zu begegnen? Brauchen wir ein Wahlrecht ab Geburt? Kann innerhalb einer Suffizienzökonomie der Sozialstaat überhaupt bestehen? Wie können wir die angeheizten Generationenkonflikte auflösen?